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Rezension zum Musical „Leben im All“
Leben im All... Das war ein Erlebnis, das war eine besondere Stunde, das sollte jeder gesehen und miterlebt haben nach wochenlangen Proben und Vorbereitungen stand die erste Aufführung des Musicals „Leben im All“ an. „Leben im All ist heftig und prall, Leben im All, ein tolles Geknall, Leben im All, ein ewiger Ball, Leben im All ist ganz unser Fall“ so sangen sich die über 50 Kinder der „Dannenberger Regenbogenkids“ den vielen Besucherrinnen und Besuchern der ersten der drei geplanten Aufführungen des Musicals „Leben im All“ in die Herzen. Sommerliche Temperaturen brachten Ausführende und Zuschauende schon vor der eigentlich Aufführung zum Schwitzen. Doch das war schnell vergessen, als sich der Vorhang in der Aula der Hauptschule Dannenberg zum ersten Mal auftat und die farbenfroh, gleich den Sternen unseres Sonnensystems, gekleideten Mädchen und Jungen mit den ebenfalls bestens vorbereiteten Instrumentalisten unter der Gesamtleitung von Friederike Kampferbeck ihren ersten Song anstimmten. Ausgelassene Fröhlichkeit, gelöste Stimmung, überzeugende Interpretation und Darbietung der Sing- und Sprechertexte jedes Mädchen, jeder Junge ging ganz in der ihnen von Friederike Kampferbeck zugedachten Rolle auf. Nicht nur die solistisch auftretenden Gestirne wie der Komet XXL (Lennart Wiepking) und der Superstar Saturn (Julia Marie Selent), die Planeten Mars (Chantal Tokarz) und Pluto (Sina Selent), Venus (Annika Fricke) und Erde (Vivien Radloff), dazu die Sonne(Alina Schreiber) und das von allen gefürchtete Schwarze Loch (Wiebke Kampferbeck), und schließlich Opa Galaxos (Malte Wiepking), sondern alle, die mitsangen und mitspielten, folgten mit größter Aufmerksamkeit den Anweisungen ihrer Chorleiterin Friederike Kampferbeck. Nicht zu vergessen sind auch jene, die diese großartige Aufführung mitprägten: Da ist das Kind (Matthias Hüppner) und seine Oma (Vera Austrup), da sind die drei Instrumentalisten Wolfgang Wiepking am Flügel, Moritz Kotschken am Schlagzeug und Fabian Schrader am Kontrabass, da sind die ungenannten Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund agierten, da sind jene unverzichtbaren helfenden Hände, die die vorwiegend silber- und gold-farbenen Gewänder für die Kinder genäht haben; da sind die, die Bühne gestaltet haben, die für die Beleuchtung usw. zuständig waren und jene, die auf der Bühne im Hintergrund die Kinder durch gezieltes Taktieren dafür sorgten, dass jedes Kind im richtigen Moment seinen richtigen Platz fand. Nur wer das einmal selber mitgemacht hat, weiss, was auf einen zukommt, wenn man derartige Aufgaben übernimmt. Eine derartige Aufführung ist zu vergleichen mit einem komplizierten Uhrwerk: Jedes Rädchen und sei es noch so klein hat seine Aufgabe, ohne dieses Rädchen läuft nichts. Zum Gelingen einer Aufführung tragen nicht zuletzt neben all den genannten Ausführenden auch die Eltern bei, die ihren Kindern ermöglichen, dass sie die Proben der „Regenbogenkids“ regelmäßig besuchen. Der Inhalt des Musicals ist schnell wiedergegeben: Vor allem den kleinen Schnuppen im Weltall ist eigentlich fast alles ziemlich schnuppe, nur vor dem bösen Schwarzen Loch nehmen sie sich in Acht. Komet XXL ist zum Glück rechtzeitig zur Stelle, um eine unachtsame kleine Schnuppe vor dem Schwarzen Loch zu retten. Als Opa Galaxos, einer der älteren Sterne, erlischt, werden sogar die vorlauten Schnuppen ein wenig traurig. Aber seine Geschenke trösten alle Sterne, Planeten und Schnuppen. Als der kleine Pluto eine Kristallkugel erhält, mit der man in die Zukunft blicken kann, sind alle beeindruckt. Das schwarze Loch geht allerdings leer aus - und stiehlt die wertvolle Kristallkugel. Mit der Hilfe von Mars, Venus, Saturn und Sonne gelingt es jedoch allen Sternen und Schnuppen die Kugel zurückzubekommen. Und schließlich wird auch aus dem Schwarzen Loch ein „lieber“ Stern... Der Komponist und Textautor Gerhard A. Meyer, der als Musiklehrer in Mannheim arbeitet und dieses Musical wie auch verschiedene andere für seine Schülerinnen und Schüler in den 5. und 6. Klassen geschrieben hat, versteht es, mit seinen Musicals nicht nur die Kinder zu begeistern. Diese Begeisterung, nicht zuletzt auch durch die handwerklich und musikalisch überzeugende Arbeit von Friederike Kampferbeck entfacht, sprang sehr schnell über auch auf alle, die zum Zuhören und Zusehen gekommen waren. Jede Szene, jeder solistische Auftritt, immer, wenn es galt, eine besondere Leitung zu kommentieren, wurde mit viel Applaus von Seiten der Mütter und Väter und all jener , die den Weg in die Aula gefunden hatten, bedacht. Der wiederholte Ruf nach Zugaben blieb nicht aus, noch einmal traten die Kinder in Aktion und begeisterten das Publikum. Wer die Arbeit des Dannenberger Vereins „Regenbogenkids e.V.“ in den vergangenen Jahren aufmerksam verfolgt hat, konnte sich am vergangenen Sonntag von der enormen Leistungssteigerung der Kinder überzeugen. Den meisten Kindern spürt man an, dass sie seit Jahren intensiv mitmachen und dass sie bereit und in der Lage sind, die ihnen von Friederike Kampferbeck gestellten Aufgaben anzunehmen, dass sie in den ihnen zugedachten Rollen aufgehen und dass sie so zum Gelingen einer Aufführung beitragen. Schon heute darf man gespannt sein, welcher Aufgabe sich die Kinder als nächstes stellen. Ein Besuch angekündigter Aufführungen lohnt sich immer. Und wer es aus irgend welchen Gründen wieder nicht schafft, der schaue sich im Internet die Arbeit des Vereins unter www.regenbogenkids.org an. Das ist kein Ersatz für den Besuch einer Aufführung, aber ein kleiner Vorgeschmack auf das, was zu erwarten ist. Jan-Jürgen Wasmuth |
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