Text: Aus der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 10.12.2002 auf Seite 4:
Erstaunlich sauber gesungen
Zwei Chöre intonieren Adventsmusik in zwei Kirchen
|
|
Stolz war eine ganze Reihe von Eltern und Großeltern auf ihre Sprösslinge, die am Freitag und Sonnabend bei der Adventsmusik der Kinderchöre unter der Leitung von Friederike Kampferbeck und Axel Fischer in den Johanniskirchen in Dannenberg und Lüchow aktiv mitgewirkt hatten. Sie konnten zu Recht stolz sein: denn was die 45 Kinder boten, war in mehrfacher Hinsicht sehr erfreulich: Erstens sangen die Kinder erstaunlich sauber. Sicher ein Resultat geduldiger und intensiver Probenarbeit. Zweitens sangen sie mit spürbarem Engagement. Auf diese Weise vor Publikum gefordert zu sein, bedeutet den meisten offensichtlich etwas. Dass einige Kinder vorübergehend eine Auszeit nahmen und beispielsweise ihre zusammengerollten Noten wie ein Fernrohr benutzten, trübt den positiven Eindruck nicht. Von allen Kindern zu verlangen, das sie während einer ganzen Stunde die volle Aufmerksamkeit bringen, wäre eine glatte Überforderung, zumal für die jüngeren, die gerade eben die Schulreife haben. Drittens schließlich boten die Mädchen und Jungen ein respektables Programm mit Advents- und Weihnachtsliedern und der 1987 von Gustav Gunsenheimer komponierten dreiteiligen Kantate „Menschen warten im Advent.“ Seit den Herbstferien haben die beiden Kinderchöre an dieser Kantate gearbeitet, wobei Friederike Kampferbeck dirigiert und Axel Fischer die Begleitung an der Truhenorgel übernahm. Dass das Stück in dieser relativ kurzen Zeit überhaupt zur Aufführungsreife gebracht werden konnte, liegt zum einen sicher an der konsequenten Probenarbeit, zum anderen am Stück selber. Die Lieder sind bis auf einen Kanon einstimmig und enthalten was für Kinder sehr wichtig ist viele üppige Elemente. Trotz der vielen Wiederholungen wird das Stück nie langweilig, was vor allem daran liegt, dass monologische und dialogische Sprechszenen und sogar ein Sprechchor und Sologesang eingebaut sind. Erwähnenswert ist die auffallend schöne Stimme von Jan Phillipp Drude, der die Soli sang. In dieser Stimme, sollte sie ihre Qualität behalten, liegt ein bedeutendes sängerisches Potential. In den Gesprächen mit einigen Eltern nach der Aufführung kam zum Ausdruck, welch großen Stellenwert diese Chorarbeit bei Eltern und Kindern hat. Das gemeinschaftliche Singen wirkt sich einerseits positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder aus, zum anderen bereichert es mit seinen innovativen Impulsen auch das Familienleben. Der anhaltende Applaus am Ende war daher mehr als nur der Dank für eine gelungene Aufführung. E. Malitius |
|
|
|
|
|