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„In dem Reich der Heidehasen gibts schon viele Jahre lang den Musikverein zur Pflege von Konzert und von Gesang. Dort singt jeder mit Begeist'rung im gemischten Hasenchor, und den Taktstock führt seit langem Herr Direktor Wackelohr.“ |
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Mit diesen Worten begann am Sonntag in der Dannenberger Realschulaula das überaus ansprechend dargebotene Musical „Der Sängerkrieg der Heidehasen“, doch den Taktstock führte nicht ein Hase, sondern Friederike Kampferbeck. Unter ihrer Leitung standen auf der Bühne rund 40 Kinder des Chorvereins „Regenbogenkids“, als Heidehasen mit Stupsnase, Barthaaren und Hasenzähnen geschminkt, dazu ausstaffiert mit Hasenohren. Bei diesem Musical, dessen Musik von Rolf Wilhelm stammt, gibt es neben den solistischen Gesangseinlagen einen erzählenden Part, der zwischendurch die Handlung vorantreibt und kommentiert. |
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Dies war die Aufgabe des kompletten Chores. Mit großer Ernsthaftigkeit, den Blick nach vorn auf ihre Chorleiterin gerichtet, sangen die fünf- bis 13-jährigen Kinder „mit Begeist'rung“, klar artikulierend und ohne zu schreien. Die verschiedenen Sprechrollen hatten die etwas älteren Kinder übernommen und stellten ihre Charaktere treffend dar. In allen Szenen wurden die James Krüss-Texte weitgehend deutlich und ins Publikum hinein gesprochen, besonders gelang dies Julia-Marie Selent als Karline. Die Herolde mit Trompeten traten selbstbewusst auf die Bühne und verkündeten laut deklamierend dem Hasenvolk und den mehr als 330 Besuchern des Musicals, dass der Sieger des Sängerstreites die Prinzessin zur Frau bekommen soll. Direktor Wackelohr und der Gesangsminister intrigierten im Folgenden gegen den jungen Sänger Lodengrün. Auf der Festwiese traten einige Sänger zum Wettbewerb an, so Carlotta Nilius als schüchterner und in der Höhe seine Töne suchender Hyazinth Löffelstein sowie Debborah Blüthner als Otto Lampe mit einer Art Rumba. |
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Am Flügel begleitete dabei Mechthild Rehwinkel die Kinder sicher und einfühlsam. Während der dicke Direktor Wackelohr sein Lied vortrug, erreichte Lodengrün gerade noch rechtzeitig die Festwiese, konnte mit seinem Lied die Bösewichter entlarven und wurde zum Sieger und Bräutigam gekürt. Diese beiden anspruchsvolleren Rollen hatten Florian Hartmann, Lodengrün, und Ismael Halabi, Direktor Wackelohr, übernommen. Beiden Solisten hat das Projekt mit den jungen Kindern viel Spaß gemacht. „Erst war es ein bisschen komisch, so als Großer zwischen den ganzen Kleinen“, erzählte der 17-jährige Florian. |
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„Eine ganz andere Erfahrung“ ergänzte Ismael, 19 Jahre jung, der auch ein wenig bei der Regie geholfen hat. „Die Arbeitsatmosphäre war anders - das Ganze wurde als ein großes Spiel aufgezogen“. Außerdem lobte Ismael, wie lernfähig und aufnahmebereit die Kinder gewesen waren, viele Ratschläge wurden sofort umgesetzt. Hinter der Bühne hatten helfende Eltern alle Hände voll zu tun, doch die Hauptarbeit hat Friederike Kampferbeck geleistet, deren großen Einsatz auch Beate Maatsch als erste Vorsitzende des Vereins Regenbogenkids bei der Begrüßung hervorhob. |
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Innerhalb von nur 13 Wochen erarbeitete Friederike Kampferbeck das Musical mit den Kindern und hat eine von älteren Zuschauern als „entzückende“, von den jüngsten als „prima“ bezeichnete Aufführung auf die Bühne gebracht. Besonders begeistert waren die kleinen Zuschauerinnen von der hübschen Prinzessin (Wiebke Kampferbeck), die mit ihrer wiederholten Frage, ob sie den „Dickwanst“ heiraten müsse, die Lacher auf ihrer Seite hatte. Ein schlichtes Bühnenbild, liebevoll ausgewählte Requisiten rundeten den positiven Eindruck ab. |
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Text: Ilka Wagner, EJZ |
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